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    Mindestlohn schafft Arbeit

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    Mindestlohn schafft Arbeit

    wipo aktuell (09/2013)

    11.07.2013 | Der Druck für einen gesetzlichen Mindestlohn wächst. Arbeit muss menschenwürdig bezahlt und Lohndumping verhindert werden. Aktuell sprechen sich 86 Prozent der Wahlberechtigten dafür aus. 2006 waren es erst 57 Prozent.

    Doch immer noch behaupten einige, ein Mindestlohn würde Arbeitsplätze vernichten. Die Erfahrungen in den Län-dern, die einen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt haben, zeigen: das stimmt nicht. Im Gegenteil: ein Mindestlohn erhöht die Kaufkraft und bringt so zusätzliche Beschäftigung.

    Ein Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde würde über neun Millionen Beschäftigten mehr Geld bringen. Im Durchschnitt über 2100 Euro im Jahr. Das ergibt eine zusätzliche Kaufkraft von 19 Milliarden Euro!

    Ostdeutschland würde davon besonders stark profitieren, weil dort der Niedriglohnanteil höher ist. Das zeigt eine neue Studie des Pestel-Instituts.

    Ein solcher Kaufkraftschub wirkt wie ein Beschäftigungsprogramm. Es entstehen viel mehr neue Arbeitsplätze als irgendwo wegfallen. Die Beschäftigung steigt um mehrere hunderttausend Personen. Auch der Sozialstaat profitiert. Es gibt höhere Einnahmen aus Sozialbeiträgen und Steuern und geringere Ausgaben für Lohn-Aufstockung und für Erwerbslose. Sinken würden nur manche Gewinne.

    Notwendig ist dazu ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn. Doch den wird es mit Schwarz-Gelb nicht geben.

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