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    Warten auf ein Spenderorgan

    Organspende

    Warten auf ein Spenderorgan

    ver.di Senioren-Veranstaltung zum Thema Organspende

    10 Tausend Patienten warten in der BRD auf ein Spenderorgan, so eine Aussage des Referenten Dr. Markus Wrona – Transplantationsbeauftragter des Städtischen Klinikum Karlsruhe – bei einer Veranstaltung der Gewerkschaft ver.di, die von deren Seniorenausschuss organisiert wurde. In seinem Referat zur Organspende wurden die bestehenden gesetzlichen Vorgaben und der Ablauf der Organspende dargestellt. Die Feststellung des irreversiblen Verlustes der Hirnfunktion – allgemein als Hirntod bezeichnet – wurde im Detail erläutert und die Nachfragen wie z.B. nach dem Unterschied zwischen Koma und “Hirntod“ für medizinische Laien verständlich beantwortet. Die Frage nach einer Altersgrenze für die Organspende wurde mit einem klaren Nein beantwortet und darauf verwiesen, dass mit wenigen Ausnahmen nur die Organfunktion entscheidend ist. Zu den Ausnahmen gehören z.B. Infektionserkrankungen wie HIV und streuende Krebserkrankungen.

    Als Ursachen für den Mangel an Spenderorganen nannte Dr. Wrona den Organspende-Skandal in 2012, als Ärzte auf eine Organspende wartende Patienten in der Dringlichkeit unberechtigt hochstuften, die bestehende Entscheidungsregelung, die unzureichende Finanzierung, fehlende Intensivbetten, die hohe Personalbindung sowie die mangelhafte Rekrutierung von Spendern.

    Eine rege Beteiligung mit Schilderungen persönlicher Erfahrungen als Organempfänger, als Angehörige von auf eine Organspende wartenden Patienten und Aussagen zu persönlichen Meinungen und Entscheidungen zur Organspende beendeten die Veranstaltung.