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    Dumpinglöhne in der Mitte der Gesellschaft angekommen

    Mindestlohn

    Dumpinglöhne in der Mitte der Gesellschaft angekommen

    Mindestlohn - warum?

    08.08.2013 | Arbeiten Sie in einem Callcenter? Oder in einem Backshop? Sind Sie Pflegehelfer? Oder Taxifahrer? Verkäuferin? Oder Regaleinräumer? Ist Ihr Arbeitgeber eine Fast-Food-Kette? Sind Sie Minijobber? Dann wissen Sie: Ein anständiger Lohn ist keine Selbstverständlichkeit in Deutschland.

    Es gibt Arbeitgeber, die halten sich nicht an Tarifverträge. Es gibt Tarifverträge mit zu niedrigen Stundenlöhnen. Und es gibt Branchen, in denen Arbeitgeber gar keine Tarifverträge wollen.

    Für die Beschäftigten heißt das: Trotz Vollzeitjob reicht ihr Einkommen oft nicht zum Leben. Sie müssen zum Amt gehen, um Hilfe zu beantragen. Arm trotz Arbeit. Das muss nicht sein! Nur mit einem gesetzlichen Mindestlohn kann dieser Missstand endlich beendet werden. Dafür machen wir uns stark.

    Werden Sie Teil der Bewegung und machen Sie mit!

    Fast alle sind für den gesetzlichen Mindestlohn. Die schwarz-gelbe Bundesregierung will weiter keine oder ganz unterschiedliche Mindestlöhne. Das hilft nicht gegen das Dumpinglohnelend. Deshalb müssen Sie mitmachen! Für Gerechtigkeit und bessere Löhne!

    Werden Sie aktiv und unterstützen Sie uns!
    www.mindestlohn-jetzt.de
    www.dumpinglohnmelder.de

    Dumpinglohn in Deutschland

    Was sagen die Menschen?
    * Namen geändert

    • "Das Geld ist immer knapp bei uns!"

      Mandy Bäcker * (33), Kinderbetreuerin in Nordrhein-Westfalen

      Ich habe vier Jobs, arbeite 60 Stunden die Woche, und trotzdem können wir uns nichts leisten. Im Hauptjob betreue ich als Tagesmutter Kinder in der Wohnung. Da bin ich selbstständig und muss Krankenversicherung und Steuern selbst zahlen. Pro Kind bekomme ich 5 Euro die Stunde, drei Kinder darf ich betreuen. Das sind im Schnitt 900 Euro im Monat – bei 45 Stunden Arbeit die Woche.

      Mein zweiter Job: Kinderbetreuung für bis zu 20 Kinder zwischen null und zehn Jahren gleichzeitig in einem Fitness-Center. Die 6,50 Euro die Stunde, die ich dafür bekomme, sind ein schlechter Witz.

      Mein Mann arbeitet bei einer Recyclingfirma. 1300 Euro netto bekommt er monatlich raus, 800 Euro kostet allein schon unsere Wohnung. Und dann unterstützt er noch seine Familie. Das Geld ist also immer knapp bei uns. Deshalb kellnere ich noch jedes zweite Wochenende in einer Kneipe und putze zusätzlich in einem Privathaushalt.

      Gelernt und gearbeitet habe ich als Steuerfachangestellte. Dabei habe ich einiges mehr verdient als jetzt mit vier Jobs.

    • "Acht bis neun Euro die Stunde – das Mindeste!"

      Rainer Schimpf * (49), Lkw-Fahrer in Brandenburg

      Ich war bis vor wenigen Tagen Lkw-Fahrer. Dann bin ich krank geworden, ein Infekt. Nach zehn Tagen lag jetzt die Kündigung im Briefkasten.

      Mein Stundenlohn war 6,49 Euro brutto. Obwohl ich 48 Stunden die Woche unterwegs war, hat mein Lohn zum Leben nicht ausgereicht, aber bei meiner Partnerin kann ich mietfrei wohnen.

      Ich habe Stückgut transportiert, von der kleinen Schraube bis zur Fünf-Tonnen-Achse. Wir müssen unseren Lkw selbst beladen, die Ladung vernünftig sichern, wir machen Kundenkontakte und werden mit mindestens drei Monatslöhnen in Haftung genommen, wenn die Ware nicht ordnungsgemäß ihr Ziel erreicht. 8 bis 9 Euro die Stunde wären da mindestens angemessen als Lohn, finde ich.

      Das Problem: Transport ist in Deutschland einfach zu billig. Es gibt einfach zu viele Unternehmen auf dem Markt, die sich gegenseitig immer weiter unterbieten.

    • „Viele denken nur: Hauptsache, billig!“

      Birgit Reichmann * (49), Verkäuferin in einer Bäckerei in Sachsen

      Ich habe bei einer Billig-Bäckerei gearbeitet. Mein Stundenlohn sollte sein: 6 Euro brutto. Wir mussten um 4 Uhr mit der Arbeit beginnen, sonst hätten wir es nicht geschafft, bis zur Ladenöffnung um 7 Uhr die Regale zu befüllen. Bezahlt wurde erst ab 5 Uhr. In einer Schicht arbeiteten jeweils zwei Mitarbeiterinnen, die für alles zuständig waren: Brötchen schmieren, Regale befüllen, Backen und Kassieren. Pausen gab es keine. Mittags sollte um 13.30 Uhr Schluss sein. Weil wir aber noch z. B. Tomaten und Mozarella schneiden mussten, waren wir glücklich, wenn wir um 15 Uhr aus dem Laden rauskamen.

      Pro Tag 2,5 unbezahlte Überstunden!
      Damit lag der Brutto-Stundenlohn bei etwa 5 Euro. Der Laden war meist gut besucht. „Hauptsache billig!“, denken sich wohl viele. Ein Brötchen kostete bei uns nur 13 Cent. Was das für uns bedeutete, darüber denken wohl nur die wenigsten nach.

    • „Das ist ein blödes Gefühl“

      Bernd Weiler * (25), Lagerist in Mecklenburg-Vorpommern

      Ich arbeite seit dreieinhalb Jahren in einer Fischfabrik. Mein Stundenlohn liegt bei 6,95 Euro. Gerade mal 1200 Euro brutto im Monat – mit einem Vollzeitjob! Ich habe das Glück, dass meine Eltern mich monatlich mit 250 Euro unterstützen. Trotzdem ein blödes Gefühl.

      Ich wohne 25 Kilometer von der Fabrik entfernt und ohne Auto geht nichts. 130 Euro im Monat brauche ich allein für Benzin. Wenn eine Reparatur ansteht, frage ich mich jedes Mal: Wovon soll ich das bezahlen?

      Meinem Arbeitgeber geht es gut. Die Umsätze und Gewinne steigen jedes Jahr. Nur unsere Löhne, die bleiben gleich. Ich würde meinen Chef gern fragen, warum das so ist. Aber ich traue mich nicht. Vermutlich würde er sagen: „Mehr will ich nicht zahlen. Und ich finde Leute wie Sie, die dafür arbeiten!“ Alle Kollegen meinen, dass wir mehr Geld bekommen müssten. Aber die haben  auch nicht den Arsch in der Hose, das laut zu sagen.

      8,50 Euro die Stunde wären das Mindeste, finde ich. Ich bin Facharbeiter, die Arbeit ist körperlich sehr anstrengend! Hier im Osten sind die Löhne mehr als 20 Jahre nach der Einheit immer noch miserabel. Eine Schande!

    • „Das geht an die Seele“

      Sabine Fromm * (30), Verkäuferin in Berlin

      Ich arbeite seit sechs Jahren als Verkäuferin in einem Zoogeschäft. Mein Lohn: 7,21 Euro brutto die Stunde – für den Stress viel zu wenig.

      Die Arbeitsbedingungen werden immer schlimmer: Erkrankte Mitarbeiter werden nicht ersetzt, die, die „gegangen wurden“, auch nicht. Manche Kollegen schieben 40 Überstunden vor sich her, die sie nicht abbummeln können. Bezahlt werden die Überstunden aber auch nicht – sie verfallen.

      Ich habe Rückenprobleme, hatte bereits zwei Bandscheibenvorfälle. Deshalb darf ich nicht gebückt arbeiten – muss ich aber.

      In wenigen Wochen soll unser Markt geschlossen werden. Niemand weiß Genaues. Selbst wenn ich in eine andere Filiale wechseln kann, bedeutet das für mich 80 Euro zusätzliche Fahrtkosten – die mir z. B. für Physiotherapie dann fehlen werden.

      739 Euro netto im Monat bekomme ich derzeit raus. Würde ich mit 30 nicht bei meiner Mutter wohnen, ich wüsste nicht, wie ich damit auskommen sollte.

    • „Unbezahlt am Arbeitsplatz – das ist Ausbeutung“

      Sabrina Decker * (39), Callcenter-Mitarbeiterin in Baden-Württemberg

      Ich arbeite in einem Callcenter mit ca. 150 Mitarbeitern. Wir nehmen meist Bestellungen aus dem Katalog entgegen.

      Das Üble: Wir werden pro bearbeiteten Anruf bezahlt. Für ein normales Telefonat sind das 40 Cent, für einen Kundendienst-Anruf werden 52 Cent abgerechnet. Mit 20 Telefonaten in der Stunde kämen wir auf einen Stundenlohn zwischen 8 und 9 Euro. Die Gespräche dauern oft länger, 20 Gespräche schaffen wir oft nicht. Ständig stehst du unter Druck, Gespräche schnell zu beenden. Wenn eine ältere Dame am Telefon etwas länger braucht, kommt die Warnung: „Achte auf Deine Gesprächszeit!“.

      Und wenn niemand anruft, sitzen wir unbezahlt am Arbeitsplatz. Ich finde, das ist Ausbeutung.

      Trotzdem müssen die meisten wie ich zum Amt gehen und aufstocken. Nur ganz wenige kommen auf 1000 Euro im Monat.

      Neulich wollte eine Kollegin einen Betriebsrat gründen. Ihr wurde ganz schnell gekündigt. Der Chef hat gesagt: „Wenn ihr einen Betriebsrat gründet, wird die Niederlassung geschlossen.“

      Ich arbeite gerne – aber für 2,94 Euro, das ist unfair!

    • „Ein Teil meiner Arbeit wird nicht bezahlt“

      Bernd Sommerhaas * (40), Behindertentransportfahrer in Niedersachsen

      Ich fahre Behinderte für einen großen Wohlfahrtsverband, und meine Arbeit macht mir Spaß. Mein Lohn liegt bei 7,71 Euro die Stunde. Ich arbeite im Schnitt 8 Stunden pro Tag, bekomme aber rund ein Drittel der Zeit nicht bezahlt! Wenn ich nach einer Fahrt im Büro sitze und Telefondienst mache, weil die nächste Tour erst eine Stunde später ansteht, gilt das als „ehrenamtliche Tätigkeit“. Das gilt auch für die Zeit, wenn ich das Autowasche. Das wird erwartet. Das Personalbüro sagt: „Wenn du nicht telefonieren würdest, bekämst du keine Aufträge – und dann hättest du auch keine Arbeit!“

      Meine Frau arbeitet als Masseurin. Ohne ihr Einkommen könnte ich diesen Job nicht machen – mein Lohn sind 700 bis 1000 Euro brutto im Monat. Als ich gefragt wurde, ob ich Behinderte fahren will, habe ich sofort zugesagt: Ich wollte unbedingt raus aus Hartz IV nach der Zeit, in der ich mich um unseren Sohn gekümmert habe.

      Von meinem Arbeitgeber bin ich total enttäuscht. Ich finde es schlimm, dass eine angeblich soziale Firma so mies mit ihren Mitarbeitern umgeht. Deshalb überlege ich, dort komplett aufzuhören.

    • „Die Zustände sind katastrophal“

      Birgit Schomer * (29), Leitende Restaurantfachfrau in Thüringen

      Ich arbeite in einem italienischen Restaurant und bekomme gerade mal 1000 Euro im Monat brutto. Bei einer 45-Stunden-Woche sind das 5,13 Euro die Stunde – brutto. Dabei leite ich das Restaurant, bin für das Personal und die Dienstpläne verantwortlich und springe im Service ein. Doch was soll ich machen? Arbeit gibt es hier kaum.

      1600 Euro brutto im Monat wären schon das Mindeste, finde ich. Immerhin bin ich gelernte Restaurantfachfrau und habe zehn Jahre Berufserfahrung.

      Ich arbeite in Wechselschicht: zwei Tage von früh bis spät, zwei Tage frei – und oft am Wochenende. Mein Mann ist die ganze Woche über auf Montage in Süddeutschland, wir sehen uns nur selten.

      Und wenn meine Schwiegereltern nicht wären, wüsste ich nicht, wie wir es mit unserer kleinen Tochter schaffen sollten. Sie bringen sie oft zum Kindergarten und holen sie ab. Nun suche ich händeringend einen neuen Job. Ich würde alles machen.

    • „Das kann es nicht sein“

      Oliver Grunau * (36), Paketfahrer in Berlin

      Durch einen Bekannten kam ich zu dem Job als Paketfahrer. Mein neuer Chef war Subunternehmer. Die ersten drei Tage fuhr er mit und zeigte mir meine 80 km lange Tour durch vier Stadtbezirke. Die längste Tour.

      Ich dachte: „Hauptsache, ich habe wieder Arbeit!“ Ich habe mich nicht getraut, nach dem Lohn zu fragen. Irgendwann erzählte mir der Chef, dass die Fahrer 1300 Euro brutto im Monat Festgehalt bekommen – egal, wie lange die Tour dauert. Ab dem vierten Tag fuhr ich allein. Um 8 Uhr bin ich aus dem Depot rausgefahren, um 22 Uhr war ich total fertig zurück. Mein Chef sagte: „Am Anfang ist das normal. Wenn du dich reinhängst, bist du bald um 17 Uhr fertig.“

      Die Arbeit ist unheimlich anstrengend. Am Tag habe ich ca. 800 Pakete mindestens zweimal in die Hand genommen. Vor 19 oder 20 Uhr war ich nie zu Hause.

      Zwei Wochen habe ich durchgehalten. Dann konnte ich vor Schmerzen nicht laufen. Der Arzt: „Sie haben wegen Überlastung Haarrisse in den Unterschenkelknochen.“ Er schrieb mich krank. Einen Tag später hatte ich die Kündigung im Briefkasten. Für zwei Wochen harte Arbeit bekam ich schließlich 298 Euro überwiesen. Die erste Woche war für meinen Chef ein unbezahltes „Praktikum“.

      Ich wäre mit einem Stundenlohn von weniger als 5 Euro nach Hause gegangen. Das kann es nicht sein. Nun hoffe ich, dass ich bald wieder normal laufen kann. Und einen Job finde, der anständig bezahlt wird.

    • „Ich mache mir Sorgen um die Kinder“

      Simone Frantzen * (25), Tankstellen-Mitarbeiterin in Niedersachsen

      Ich arbeite bei einer Tankstelle. Der Kontakt mit den Menschen macht mir Spaß. Wenn ich nur mehr verdienen würde! 6,50 Euro bekomme ich die Stunde, nachts 15 Prozent Zulage. Das ist viel zu wenig für diese Arbeit.

      Viele denken: Ein bisschen an der Kasse stehen, ein bisschen verkaufen und das war’s. Aber die Arbeit an einer Tankstelle ist viel anstrengender, als es scheint, vor allem nachts.

      Wir haben zwei Kinder, sechs und neun Jahre alt. Wenn wir nicht eine große Familie hätten, ich wüsste nicht, wie wir sie versorgen sollten. Mein Mann arbeitet Vollzeit in Schichten, ich 18 bis 22 Tage im Monat. Ich gebe jeden Monat mindestens 300 Euro für Benzin aus, weil ich 20 Kilometer zur Arbeit hinfahren muss und 20 zurück.

      Bei meinem Mann ist es etwas weniger, er hat „nur“ 15 Kilometer. Aber der Sprit wird immer teurer. Urlaubsreisen sind für uns nicht drin, wir machen Ferien auf „Balkonien“. Und wenn ich an die Zukunft denke, mache ich mir vor allem Sorgen um die Kinder.

      Vor einiger Zeit hat eine Kollegin nach einer Lohnerhöhung gefragt. Da hat unsere damalige Chefin gesagt: „Mehr ist nicht drin!“ Jetzt gibt es eine neue Pächterin. Ich bin sicher: Wenn sie will, könnte sie uns mehr zahlen. Meine Kolleginnen und ich haben zusammen abgemacht, dass wir sie darauf ansprechen wollen. Gemeinsam sind wir stärker.

    • „Die Branche ist ziemlich versifft“

      Ralf Brücher * (33), Wachmann in Niedersachsen

      Ich arbeite seit vier Jahren im Objektschutz. Inzwischen will ich lieber heute als morgen weg.

      Das Problem sind die miesen Löhne. Ich bekomme nach Tarif 7,38 Euro brutto die Stunde bezahlt. Deshalb arbeite ich 50 Stunden die Woche. Am Ende des Monats sind das nicht mehr als 1100 Euro.

      Neue Möbel kaufen oder mich mal neu einkleiden kann ich nicht. Da fragt man sich schon, warum man sich das antut. Ich finde, 8 Euro die Stunde wären das Mindeste für diesen Job. Wir tragen schließlich Verantwortung.

      Die Branche ist ziemlich versifft. Da gibt es Firmen, die beschäftigen nur Schwarzarbeiter und zahlen gerade fünf Euro die Stunde. Das drückt die Preise. Das Personal ist total knapp. Ich habe mal fünfeinhalb Wochen ohne einen Tag Pause durchgearbeitet – weil mein Arbeitgeber keine Leute hatte.

      Ich würde gerne woanders arbeiten. Aber es gibt nur Jobs in der Zeitarbeit, und damit will ich nicht anfangen. Wenn man da einmal drin ist, kommt man da nicht mehr raus.

    • „Ich arbeite gern – aber nicht für einen Hungerlohn“

      Silvia Starnburg * (26), Reinigungskraft in einem Hotel

      Ich habe in einem Hotel in Aachen gearbeitet. Das Jobcenter hatte mir die Stelle bei einer Reinigungsfirma vermittelt. Im Vertrag stand, dass ich 8,82 Euro die Stunde verdiene. Tatsächlich wurde ich aber nach der Zahl der gereinigten Zimmer bezahlt. Der Chef hat mir gesagt, dass ich 5,25 Zimmer pro Stunde putzen muss, also in 12 Minuten ein Zimmer! So käme ich auf den versprochenen Stundenlohn. Wenn ich das nicht schaffen würde, wäre der Lohn entsprechend weniger. Wenn man ein Zimmer anständig saubermachen will, braucht man eine halbe Stunde. Mein Stundenlohn war ein Hungerlohn: jämmerliche 2,94 Euro.

      Nach fünf Tagen habe ich gekündigt. Ich habe mich beim Jobcenter beschwert. Jetzt arbeite ich als Leiharbeiterin im Krankenhaus und bekomme 7,89 Euro. Mein Vertrag läuft befristet bis Dezember, ich hoffe aber, dass ich länger bleiben kann.

      Ich arbeite gerne – aber für 2,94 Euro, das ist unfair!

    Gute Argumente für den gesetzlichen Mindestlohn!

    • Der Mindestlohn …
      setzt Ausbeutung und Lohndumping endlich ein Ende

    • Der Mindestlohn …
      schützt vor grenzüberschreitender Lohnkonkurrenz

    • Der Mindestlohn …
      schützt alle, die arbeiten, Einheimische wie Zugewanderte

    • Der Mindestlohn …
      sorgt für fairen Wettbewerb

    • Der Mindestlohn …
      schafft Kaufkraft und Arbeitsplätze

    • Der Mindestlohn …
      entlastet Steuerzahler und Sozialkassen

    • Der Mindestlohn …
      führt zu höheren Renten