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Forschungsprojekt: Evaluation des Projekts "Modellhafte Unterstützung …

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Forschungsprojekt: Evaluation des Projekts "Modellhafte Unterstützung von Arbeitslosen(beratungs)zentren"

Endbericht an das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Im Rahmen des Landesprogramms „Gute und sichere Arbeit“ unterstützt das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg modellhaft landesweit zwölf Arbeitslosen(beratungs)zentren zur Beratung und engmaschigen Betreuung von Langzeitarbeitslosen mit multiplen Vermittlungshemmnissen.

Mit der Förderung der Arbeitslosen(beratungs)zentren werden verschiedene Ziele verfolgt. So soll die weitere berufliche Entwicklung bzw. die Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeits- oder Ausbildungsmarkt gefördert und eine Stabilisierung der Betroffenen erreicht werden. Durch eine hochwertige Beratung, die dazu beiträgt, dass die Langzeitarbeitslosen ein größeres Verständnis für die komplexe Materie des SGB II gewinnen, soll außerdem die Transparenz der Arbeit der Jobcenter erhöht und damit die Zahl der Widerspruchsverfahren und Klagen gesenkt werden. Des Weiteren wird erhofft, dass die Zentren zu einer Vernetzung der relevanten arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Akteure vor Ort beitragen oder als Moderatoren in der Kommunikation der arbeitslosen Männer und Frauen mit dem Jobcenter fungieren.

Im Februar 2013 wurde das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW) mit der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation dieses Modellprojekts beauftragt und führte eine Implementationsstudie durch. Hierbei wurden unter anderem die möglichen Umsetzungsvari-anten betrachtet. Die Ergebnisdarstellung gibt an, in welchem Maße die Ziele des Programms erreicht werden konnten. Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW) legt hiermit vertragsgemäß den Endbericht vor.

Kapitel 2 gibt zunächst einen Überblick über das Forschungsprojekt, die Erhebungsschritte sowie die eingesetzten Methoden. Die Darstellung der Auswertungsergebnisse beginnt mit Kapitel 3 und der Darlegung der Strukturen der Arbeitslosenzentren. Hierbei wird ein Blick auf den Standort, die finanzielle Lage sowie das Personal geworfen und es wird deutlich, wie unterschiedlich die Arbeitslosenzentren sind und dass das Wirken der Zentren stets vor den kontextuellen Hintergründen gesehen werden muss. Im darauf anschließenden Kapitel 4 stehen die Zielsetzungen und Erwartungen der Akteure der Arbeitslosenzentren im Fokus und zeigen auf, welches Selbstverständnis der Arbeit zugrunde gelegt wird. Dabei wird offensichtlich, dass es um mehr als nur Beratung geht, sondern auch die Stabilisierung und Stärkung der Ratsuchenden gleichermaßen von Bedeutung sind sowie die damit verbundene Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit. Der Personenkreis, welcher die Arbeitslosen(beratungs)zentren aufsucht, wird in Ka-pitel 5 beschrieben. Hierbei werden auch die Zugangswege sowie die Motivation der Ratsuchenden thematisiert. Die zentralen Tätigkeitsfelder der Arbeitslosenzentren werden umfassend in Kapitel 6 dargelegt. So werden die Themenfelder sowie der Ablauf mitsamt den Grenzen der individuellen Beratungen genauer beschrieben als auch die Durchführung von Gruppenangebten und Informationsveranstaltungen und deren Bedeutung für die Ratsuchenden beleuchtet. Das Kapitel endet mit der Darstellung der hinter den Angeboten befindlichen Konzeptionen und Beratungsansätzen sowie der Qualität der Beratung. In welcher Weise die hauptamtlichen Mitarbeitenden von Ehrenamtlichen unterstützt werden können und wie bedeutsam die Schulung dieser ist wird in Kapitel 7 thematisiert. So werden sowohl der Personenkreis der Ehrenamtlichen und deren Motivation als auch die Tätigkeitsfelder beschrieben und münden in die Darstellung der Bedeutung des Ehrenamts für die Arbeitslosenzentren sowie für die Ratsuchenden.

In den darauffolgenden Kapiteln stehen die Vernetzung und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren und Einrichtungen im Mittelpunkt. Während in Kapitel 8 noch eher allgemein die Formen und Ausgestaltung der Zusammenarbeit sowie die Rolle der Arbeitslosenzentren in der Re-gion beleuchtet werden, wird in Kapitel 9 explizit auf die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter eingegangen und welche Faktoren für eine gelingende Kooperation bedeutsam sind. Die Erkenntnisse all dieser Kapitel münden in einem Schlusskapitel 10, in welchem die Bedeutung der Arbeitslosenzentren sowie der Beitrag der Arbeit der Arbeitslosenzentren für die Jobcenter, die Ratsuchenden und die Region veranschaulicht werden. Schließlich werden die zentralen Erfolgs-faktoren eines guten Arbeitslosenzentrums herausgearbeitet, die als „Checkliste“ für ein gutes Zentrum verstanden werden können.