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Frank Bsirske in Mannheim

Öffentlicher Dienst

Frank Bsirske in Mannheim

Zweiter großer Warnstreiktag im öffentlichen Dienst mit über 7.000 Streikenden

Heute liegen die Schwerpunkte der ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst in den Regionen Mannheim, Heilbronn, Reutlingen und Tübingen sowie in Oberschwaben. Auch am zweiten Tag in der dritten Warnstreikwelle im Land wurden die Erwartungen der Gewerkschaft weit übertroffen, insgesamt über 7.000 Beschäftigte haben heute ihre Arbeit niedergelegt. Der kommunale Nahverkehr wird seit dem frühen Morgen in Mannheim, Ulm und Heilbronn bis Dienstende bestreikt. Außerdem sind auch heute wieder hunderte Kindertagesstätten sowie Kliniken und die gesamte öffentliche Verwaltung betroffen. Auch Schwimmbäder bleiben zu und Theater werden bestreikt.
Zur Kundgebung in Mannheim am Vormittag kam der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske und sagte vor 3.000 Streikenden am Mannheimer Paradeplatz: „Wir sind grundsätzlich bereit zusammen mit den Arbeitgebern den öffentlichen Dienst auch in den oberen Einkommensgruppen attraktiver zu machen. Aber nur, wenn es in den unteren und mittleren Gruppen einen deutlichen Sprung nach oben gibt. Das wird nur mit einem Mindestbetrag gelingen. Bisher zweimal kein Angebot, zweimal die Null, so kommen wir in Potsdam nicht zusammen.“

Auch in Heilbronn fand am Mittag eine große Kundgebung statt. Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter, sagte dort vor 1.500 Beschäftigten: „Dass man von den Gehältern in den unteren und auch mittleren Einkommensgruppen die Mieten in der Stadt, für die man oder frau arbeitet, nicht mehr bezahlen kann, müssen wir ändern. Die Mieten werden wir nicht senken können, darum müssen die Gehälter jetzt ordentlich rauf.“

An der dritten größeren Kundgebung in Reutlingen nahmen auch rund 2.000 Streikende teil, in Friedrichshafen versammelten sich 500 Beschäftigte.

Am morgigen Donnerstag findet der letzte große Streiktag im Land statt, Schwerpunkt sind dann die Region Stuttgart und die Region Ulm.

Warnstreiks in Baden-Württemberg am Donnerstag:

Hinweis: Mit dem Warnstreik bei der SSB und dem Stadtverkehr Esslingen wird der öffentliche Nahverkehr im Großraum Stuttgart sehr stark betroffen sein. Die (nicht kommunalen) S-Bahnen werden fahren.

Bezirk Stuttgart
In der Region Stuttgart: Landeshauptstadt Stuttgart, Landkreis Ludwigsburg, Landkreis Rems-Murr und Landkreis Böblingen werden sämtliche Bereiche ganztägig bestreikt. Auch die SSB ist ganztägig im Ausstand. Außerdem wieder Kitas, Kliniken, Abfallwirtschaft und Verwaltung.
Kundgebung um 11.55 Uhr auf dem Schlossplatz mit der stellvertretenden ver.di Landesbezirksleiterin Hanna Binder.
Kontakt: Cuno Brune-Hägele 0160 8803698
Eduard Hartmann 0151 64935909

Bezirk Ostwürttemberg-Ulm
Warnstreik in Ulm, Aalen und im Ostalbkreis sowie Heidenheim.
Zentrale Kundgebung in Ulm mit ver.di Landesbezirksleiter Martin Gross.
Kontakt: Maria Winkler 0171 6206030

Bezirk Fils-Neckar-Alb
Warnstreik in allen Bereichen inklusive Kitas in den Landkreisen Esslingen und Göppingen, mit Nahverkehr in Esslingen. Zentrale Kundgebung in Esslingen mit Irene Gölz, ver.di Landesfachbereichsleiterin Gesundheitswesen.
Kontakt: Benjamin Stein 0151 15175847

ver.di fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

Die nächste Verhandlungsrunde wurde für den 15. und 16. April 2018 in Potsdam vereinbart.

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Nachrichten zur Tarifrunde ÖD 2018