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Arbeiterwohlfahrt Baden-Württemberg: Tarifverhandlungen abgeschlossen!

Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

Arbeiterwohlfahrt Baden-Württemberg: Tarifverhandlungen abgeschlossen!

Mit diesen Forderungen:

  • Erhöhung der Vergütungstabellen um 6%
  • Erhöhung der Vergütung für Auszubildende und Praktikanten um 90,00 €
  • Übernahme der Eingruppierungsregelungen des TVöD für den Bereich Sozial und Er-ziehungsdienste für alle AWO-Gliederungen
  • 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten auch für Auszubildende

hat die ver.di Tarifkommission die Tarifverhandlungen 2017 eröffnet.

Wir konnten uns mit den Arbeitgebern auf folgenden Tariferhöhungen einigen:

  • Für Beschäftigte der Kindertagesstätten der AWO und für die Beschäftigten der AWO Karlsruhe und der AWO Ludwigsburg GmbH, werden die Eingruppierungsregelungen des TVöD für den Bereich Sozial und Erziehungsdienst vom 30.09.2015 rückwirkend zum 01.01.2017 angewendet. Anträge auf Höhergruppierung können bis zum 31.12.2017 gestellt werden. (detaillierte Informationen folgen)
  • Für alle Beschäftigten gibt es folgende Tariferhöhungen:
  • ab dem 01.01.2017 Erhöhung der Tabellen um 2,4%, Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 35,00 € / Monat,
  • die Tabellenwerte der Anlage C (Kita) werden dem TVöD für den Bereich Sozial- und Erziehungsdienst Stand 01.03.2016 angeglichen und zum Ausgleich für die 38,5 Stundenwoche bei der AWO um 1,28% reduziert.
  • ab dem 01.12.2017 weitere Erhöhung der Tabellenvergütung um 2,35% und der Auszubildendenvergütung um 30,00 € / Monat
  • ab dem 01.09.2017 wird die Praktikantenvergütung an die jeweilige des TV Prakt. ÖD angepasst (-1,28%)
  • In den Vergütungsgruppen Kr 7a und Kr 8a entfällt die Stufe 1 rückwirkend zum 01.04.2017
  • Laufzeit der Vergütungstabellen bis zum 31.08.2018, Laufzeit der Eingruppierungsre-geln im Sozial- und Erziehungsdienst bis zum 31.12.2020
  • Kürzung der Jahressonderzahlung für die Beschäftigten, die eine Vergütung nach der Anlage C erhalten, beträgt die Jahressonderzahlung 81,25 vom Hundert des den Be-schäftigten in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich jeweils gezahlten monatlichen Tabellenentgelts (§ 19); ab dem 01.01.2017. Eine Tariferhöhung zwischen dem 31.08.2018 und dem 31.12.2018 wird auf die Jahressonderzahlung nicht angewendet.
  • Das Verhandlungsergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Arbeitgeberverband und der ver.di Bundesebene

Aus Sicht der Tarifkommission ist das Verhandlungsergebnis akzeptabel. Es kam zustande, weil die Arbeitgeber Wert auf eine tarifliche Regelung der Vergütung legen und weil ver.di Abstriche bei den Forderungen gemacht hat.

Bessere Abschlüsse wären nur erreichbar gewesen, wenn ver.di über echte Durchsetzungsmacht verfügen würde. Dazu braucht es mehr und aktionsbereite ver.di Mitglieder. Auf dem Weg kooperativer Verhandlungen ist die Lücke zum TVöD derzeit nicht zu schließen

ver.di Mitgliedern, denen dieses Verhandlungsergebnis nicht gefällt, raten wir: Überzeugt eure nicht organisierten Kolleginnen und Kollegen, bei ver.di einzutreten. Erst wenn wir mehr sind, haben wir eine Verhandlungsposition von der aus wir mehr erreichen können.

Unzufriedenen Beschäftigten die nicht ver.di-Mitglied sind, können wir nur mitteilen, dass die Durchsetzungsmacht einer Gewerkschaft immer noch von der Anzahl ihrer Mitglieder abhängt. Wir laden euch herzlich ein uns durch euren Beitritt zu stärken, damit wir gemeinsam mehr erreichen können.