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ver.di fordert ein Ende des Dritten Weges

Gesundheit und Soziales

ver.di fordert ein Ende des Dritten Weges

Am Freitag Aktion in Karlsruhe für Tarifverträge bei der Diakonie Baden

Die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden entscheidet auf der kommenden Frühjahrstagung (17.-21. April in Bad Herrenalb) auch über das zukünftige Arbeitsrecht. ver.di wird deshalb am Freitag, dem 13. April, die Forderungen der Beschäftigten an Synodale und Entscheider der Evangelischen Landeskirche bunt und phantasievoll in die Öffentlichkeit tragen:
Zentrale Punkte sind ein guter und einheitlicher Tarifvertrag für Baden, sowie Entlastung und bessere Arbeitsbedingungen in der Diakonie.

„Wir wollen mit dieser Aktion die Tür wieder mehr für einen Tarifvertrag öffnen“, so Silke Hansen von ver.di Baden-Württemberg. „Die Synodalen und Entscheider sollen mitbekommen, was den Beschäftigten wichtig ist: Tarifvertrag, Gewerkschaft und Kirche – das geht zusammen und ist zeitgemäß.“

13. April 2018 ab 11:00-13:00 Uhr
Marktplatz, Karlsruhe

Es wird eine große Mauer aufgebaut mit dem Slogan der Tarifbewegung, eine Menschenreihe blättert Buchstabe für Buchstabe (DINA 2) die Forderung auf: „Tarifvertrag… jetzt!“. Wir lassen Luftballons des Netzwerkes ver.diakonie Baden steigen, im Hintergrund City-Kirche, kurze Ansprachen von kirchlichen Vertretern, Netzwerk, ver.di))

Die Beschäftigten erwarten endlich die Öffnung für Tarifverträge in der Diakonie. Denn der kirchliche Sonderweg steht bei den Beschäftigten mehrheitlich in der Kritik: Sie sehen nicht ein, warum sie zwar dem Kostendruck und der Arbeitsverdichtung in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft ausgesetzt sein sollen, aber ihnen ganz normale Tarifverhandlungen für gute Tarifverträge und volle Mitbestimmung im kirchlichen Arbeitsrecht verwehrt bleiben sollen.

Die Landessynode soll im April entscheiden, wie zukünftig die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Kirche und Diakonie in Baden geregelt werden. Eine Entscheidung wird am 20. April im Haus der Kirche in Bad Herrenalb erwartet. Den Synodalen liegen widerstreitende Stellungnahmen zum kirchlichen Arbeitsrecht vor. Die Landeskirche will den kirchlichen Sonderweg bloß „ertüchtigen“ mit mehr Transparenz. Das Verfahren bliebe aber ein Verfahren, das die Kirche einseitig festlegt. Einige Arbeitgeber in der Unternehmensdiakonie wollen Tarifverträge verhindern und ihren bisherigen Vorteil daraus bewahren. Alle Organe der Arbeitnehmerseite haben hingegen ein klares und einhelliges Votum abgegeben und den kirchlichen Sonderweg für untauglich erklärt sowie den Tarifvertragsweg gefordert.

Die Landessynode ist die Versammlung von gewählten und berufenen Mitgliedern der Landeskirche. Sie beschließt die Gesetze der Landeskirche. Die Synodalen können die Rahmenbedingungen im kirchlichen Arbeitsrecht für Tarifverträge für Baden schaffen.