Mobbing-Sprechstunde

durch den DGB Karlsruhe

In den Mobbing-Sprechstunden können wir natürlich nur eine Anfangsberatung durchführen, bei der wir uns ausreichend Zeit nehmen, ihnen bei der Schilderung ihrer Probleme am Arbeitsplatz zu zuhören.

Gemeinsam mit ihnen beraten wir dann das weitere Vorgehen.
Denkbar sind:

  • Gespräche mit dem Betriebs- bzw. Personalrat, eventuell der Personalabteilung
  • juristischen Rat beim DGB-Rechtsschutz oder bei Fachanwälten einzuholen
  • einen Mediator (Vermittler bei Konflikten) einzuschalten
  • oder die Vermittlung an Selbsthilfegruppen.

Bitte melden Sie sich vorher bei uns an!
Anmeldeschluss jeweils Donnerstag vor dem Termin

Wer berät Sie?
Die Sprechstunden führt Siegfried Aulich durch, der auch im Rahmen seiner Tätigkeit beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Menschen in Problemsituationen berät.

  • Ausbildung in Pastoralpsychologie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie DGfP e.V.
  • langjährige Erfahrung in der Mobbingberatung und Konfliktberatung
  • Seminarleitung und Angebote zu verschiedenen Themen
  • Vorsitzender von IKARUS Arbeit und Soziales Arbeitsloseninitiative e.V.
  • Mitarbeiter der Mobbing-Hotline Ba.-Wü.

Mobbing-Sprechstunde

in der Ettlinger Str. 3a, 76137 Karlsruhe
Jeweils von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Termine:
13.02.2017, 13.03.2017, 10.04.2017, 08.05.2017, 19.06.2017,
10.07.2017, 14.08.2017, 09.10.2017, 13.11.2017, 11.12.2017,

Termine vereinbaren
Einen Termin für eine Beratung könnt Ihr jederzeit mit uns vereinbaren. Bite meldet Euch beim Kollegen Aulich unter: 0721 / 93 121 0.


Was ist Mobbing?

Mobbing (aus dem Englischen: to mob = anpöbeln) steht für latent vorhandene, nicht offen in Erscheinung tretende Konflikte am Arbeitsplatz oder – sehr vereinfacht ausgedrückt- für Querelen unter ArbeitskollegInnen. In der dt. Umgangssprache ist dieser Begriff am zutreffendsten mit „Terror am Arbeitsplatz“ zu definieren. Natürlich ist nicht jede spannungsgeladene Situation am Arbeitsplatz gleich gezielter Psychoterror. Mobbing heißt, dass die Attacken regelmäßig über Monate, manchmal über Jahre erfolgen. Ca. 40% aller Mobbing-Fälle gehen auf das Konto von Vorgesetzten, den Rest übernehmen die „lieben Kollegen“.

Die Folgen
Die Opfer-Schätzungen gehen von über 1 Million betroffener Arbeitnehmer aus- sind oft physisch und psychisch am Ende. Depressionen, Angstzustände, Selbstzweifel, Schlaflosigkeit, Magen- und Darmstörungen, Herzinfarkt sind häufige Folgen. Der gesamtwirtschaftliche Schaden wird alleine durch die Ausfallzeiten, also ohne die Krankheitskosten, auf über 15 Milliarden Euro veranschlagt.

Ursachen für Konflikte
Bei der Analyse der Gründe für Mobbing haben sich Neid und Missgunst als häufigste Motive herausgestellt. Diese können ihre Wurzeln sowohl im privaten Umfeld (z.B. menschliche Antipathien, finanzielle Gründe, Unzufriedenheit mit der eigenen Situation) als auch im beruflichen Bereich haben (z.B. Beförderung, Bezahlung, Bevorzugung).

Probleme bei der Menschenführung
Viele Vorgesetzte haben Schwierigkeiten bei der Führung ihrer Mitarbeiter: Man drückt sich aus Angst vor der Verantwortung um Entscheidungen, tut sich schwer eigene Fehler einzugestehen oder wendet autoritäre Führungsstile an. Dies trägt neben den Themen Entgelt, Arbeitsplatzgestaltung und Personalpolitik wesentlich zum Betriebsklima bei. Ein schlechtes Betriebsklima ist ein idealer Nährboden für Mobbing.

Das Selbstwertgefühl
Die Erfahrung zeigt, dass nur derjenige manipulierbar ist und damit zum Mobbing-Opfer wird, der selbst nicht allzu viel von sich hält und sich selbst für seine eigenen Fehler verurteilt. Um selbstsicher auftreten zu können muss man sich selbst achten. Unsicherheit und Schüchternheit drücken sich übrigens auch in Körperhaltung, Mimik und Stimme aus.

Abwehrstrategien
Verdrängung und Wut sind destruktive Konfliktbewältigungsmechanismen.
Besser ist es

- am Aufbau des eigenen Selbstwertgefühls zu arbeiten,
- Mobber direkt anzusprechen,
- sich an unabhängige Vertrauenspersonen zu wenden,
- eine Vermittlung mit Hilfe einer Mediation zu suchen
- oder gegebenenfalls auch rechtlich gegen die Mobber vorzugehen.

Kontakt

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